COVID-19-Shutdown und online-Präsentationen

Pray It Out Of The World_Teresidi

Pray It Out Of The World 70 x 100 cm, oil on canvas

2020 war ein lückenhaftes Ausstellungsjahr für den Kunst- und Kulturbetrieb Wiens und weltweit. Viele Veranstalter haben sich vor Restriktionen und schwer umsetzbaren staatlich verordneten Sicherheitsregelungen wiedergefunden. Veranstaltungen und Vernissagen wurden laufend abgesagt und Projekte auf 2021 verschoben, in der  Hoffnung eines raschen Abklingens der COVID-19 Pandemie.

Auch im Herbst 2020 werden neue Infektionsfälle gemeldet. Spätestens jetzt sehen sich immer mehr Betriebe, Unternehmen, Veranstalter und Galeristen vor der Herausforderung, neue Präsentationsformate zu entwickeln, um trotz der andauernden Versammlungsverbote die Kunst und Kultur interaktiv zu halten. Online-Präsentationen, Vernissagen im virtuellen Raum, sowie Künstlergespräche werden vermehrt umgesetzt, um dem Vakuum im Veranstaltungsbetrieb entgegen zu wirken. Die Digitalisierung wird vorangetrieben und es werden analoge mit digitalen Veranstaltungsformaten gekoppelt. Im Kunstbetrieb liegt der Fokus dabei oft auf der Vernetzung internationaler Kunstpositionen – ein Aspekt, der frische Einflüsse in der regionalen Kulturlandschaft begünstigt.

Online-Galerien, Foren, Magazine

Dankenswerterweise wurden meine Arbeiten von Galerien in Österreich, Georgien und Pakistan vorgestellt, gefolgt von Medienberichten, die ich im Folgenden vorstellen möchte. Auch konnten einige herkömmliche und alternative Vorhaben, trotz den Restriktionsmaßnahmen umgesetzt werden:

So hat die Galerie Daliko in Krems eine Online-Künstlerpräsentation gestartet, in welcher die Arbeiten von 11 internationalen Kunstschaffenden online angesehen und als Drucke auf Plexiglas direkt bei der Galeristin, Dalia Blauensteiner, bestellt werden können:

http://www.galerie-daliko.com/online-galerie-unsegen-2020.html

Die Oyster-Gallery in Pakistan hat dank ihrem Vorsitzenden, Herrn Mohammad Waris, ein großformatiges Projekt ins Leben gerufen, in welchem er über 100 internationalen Kunstschaffenden in seiner online-Galerie eine Präsentationsplattform bietet:

https://oysterartgalleries.com/international-artists/

Dank George Gugushvilli hat die Art Guild Batumi in Georgien das Lockdown genutzt, um Drucke internationaler Kunstpositionen in der Gallery des Art Museums Batumi auszustellen:

www.artguild.club

Frau Gabriele Baumgartner präsentierte Wiener Kunstschaffende im ip.forum und stellte meinen Arbeiten aus verschiedenen Serien ihre Plattform zur Verfügung:

https://ip-forum.at/teresidi/

Das Delay-Magazine befragte mich zu meinen Erfahrungen als  Kunstschaffende inmitten der Pandemie:

https://www.delaymagazine.at/katerina-teresidi-interview/

Im Rahmen des Red Carpet Art Awards in den Wiener U-Bahn Netzen bestand ungehindert des Lockdowns die Möglichkeit, Kunstpositionen und Performances in den Showrooms Volkstheater und Karlsplatz zu präsentieren. Ich habe den gesamten August 2020 genutzt, um 12 Gemälde aus diversen Serien direkt im öffentlichen Raum vorzustellen:

https://www.teresidi.at/red-carpet-showroom-volkstheater/

Hybrides Format

Die Sommerakademie Salzburg, welche ich dank einem Stipendium des Landes Vorarlberg besucht habe, hat ihr Kursprogramm weitgehend adaptiert und Mischformen aus digitalen und analogen Veranstaltungen angeboten, in welchen Kunstgespräche, Performances, Buchpräsentationen, Lesungen und Diskussionen in den Kursräumen online hinzugeschaltet, bzw. als eigene Programmpunkte angeboten wurden.

Als Malerin arbeitete ich vor Ort im Atelier der Festung Hohensalzburg an der Weiterentwicklung meiner Bildsprache im Kurs von Tobias Pils, welchem eine Vernissage in Form der alljährlichen Öffnung der Arbeitsateliers nachfolgte. 

https://www.teresidi.at/sommerakademie-salzburg-2020/

In geschlossenen und freien Räumen

Im Sommer 2020 nahmen die Galerien ihren Betrieb wieder auf, so auch der Verein Kunstschaffen in der Galerie des Art Hotels Vienna, ebenso wie die Galerie Eisenwaren Kamp, die im Rahmen ihrer Ausstellung „Licht und Schatten“ Gemälde aus der aktuell entstandenen Naturserie präsentierte.

https://eisenwaren-kamp.com/

Eine große Ausstellung meiner Natur- und Eisgemälde fand auch im Rahmen der Veranstaltung von Sonja Siblik im Hermann-Gmeiner-Park im ersten Wiener Bezirk, Börseviertel statt. Hier konnten zahlreiche Künstlerpositionen unter freiem Himmel, untermalt von spanischer Musik, Kulinarik und einem bunten Kinderprogramm, betrachtet werden.

Im Rahmen des Projekts „Kunst zu Recht Wien“ war die Eisserie „Innerer Wandlungsprozess“ im Gerichtsgebäude Marxergasse 1a, 1030 Wien in einer Dauerausstellung zu sehen.

Verschoben auf 2021

Last but not least ergaben sich Verschiebungen größerer Programmpunkte:

Die jährlich stattfindende Lange Nacht der Museen im Heimatmuseum Heidenreichsten, und mit ihr meine Einzelausstellung musste auf nächstes Jahr verschoben werden.

Beim Stramankerl-Festival, welches seinen erfolreichen Start 2019 in Floridsdorf  feierte, hätte ich 2020 unter freiem Himmel mit Einbezug von Besucherinnen, Interessenten und Kindern großformatige Gemälde in Floridsdorf gestaltet, welche zu einem guten Zweck versteigert worden wären. Ich hoffe, dass ich diesen Beitrag 2021 nachholen kann:

https://www.meinbezirk.at/floridsdorf/c-lokales/grosses-strassenkunstfestival-am-pius-parsch-platz_a3593196

Das Wasserfestival im Wasserturm Wien mit einem großen musikalischen Rahmenprogramm musste seinen Auftakt auf 2021 verschieben: 

https://www.wien.gv.at/wienwasser/bildung/wasserturm/wasserfest/index.html

Die Sommerakademie Motten konnte nicht alle Programmpunkte umsetzen und hat die große Versammlung und Podiumdiskussion zu Fragen künftiger Entwicklungen im wissenschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereichen ebenfalls auf 2021 verschoben. Somit findet meine Einzelausstellung mit Gemälden aus der Serie „Natural Technology“, sowie weiterer bis dato neu entstehender Gemälde im Sommer 2021 in Motten statt:

https://www.sommerakademiemotten.at/

Auch das Projekt „Kunst zu Recht Krems“, welches initiiert von Frau Veronika Jungers „Kunst zu Recht Wien“ 2020 starten hätte sollen, wurde auf 2021 verschoben. Es ist angedacht, dass ich im kommenden Jahr internationale Kunstpositionen im Rahmen einer Dauerausstellung im Landesgericht Krems an der Donau kuratorisch betreuen werde, um eine Annäherung von Kunst und Justiz zu bewirken und einen begehbaren kulturellen Raum im Gerichtsgebäude zu erschließen.

https://www.kunst-zu-recht-krems.at/

 

 

 

 

 

 

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